• 21 OKT 15
    Entkomplexifizierung

    Entkomplexifizierung

    Neulich führte ich mit meinem Freund Andrè wieder eines unserer schönen philosophischen Gespräche. Wir saßen in der Weinbar „Not only Riesling“ am Karl August Platz in Charlottenburg. Beflügelt vom Grauburgunder debattierten wir über „Entkomplexifizierung“ in Marketing und Handel. Die Grundidee drehte sich dabei hauptsächlich um eine Art Entmystifizierung. Die Situation beim Kauf eines Weins diente uns als Beispiel, welches sich auf andere Lebensbereiche übertragen lässt.

    Hier einige Auszüge unserer Gedankengänge:
    „Ich möchte in einem Weingeschäft informiert werden. Die Komplexität besteht hier wie so oft in der Vielfalt des Angebotes. Als mündiger Kunde erwarte ich eine Art Navigation innerhalb der Kategorien, die als eine Vereinfachung meiner Entscheidung dienen soll.“

    „Beherrscht ein Verkäufer nicht die Kunst, jemanden in der Entscheidungsfindung abzuholen, wird das oft mit dem Schaffen einer Illusion kompensiert. Diese dient ihm als Ablenkungsmanöver. Besonders wird das von Personen begrüßt, für die Realität oftmals mit der Qual der Wahl verbunden ist.“

    „Wenn ich beim Kauf eines Weins vom Verkäufer allerdings zum Träumen animiert werde, empfinde ich das als angenehm. Man könnte es als dekoratives Moment bezeichnen. Ich kann mich dann immer noch entscheiden, ob ich darauf Lust habe.“

    „Entscheidend ist das Gespür für die Situation. Es kann auch sein, dass ich einfach nur das Preis-Leistungsverhältnis checken möchte. Die mystifizierende Verhandlungsstrategie versucht mich ebenfalls davon abzubringen. Sie ist weniger Entscheidungshilfe, eher ein Dominanzverhalten.“

    „Die Bevormundung basiert darauf, dass mir von vornherein eine Fähigkeit abgesprochen wird. Unsichere Personen möchten die Kontrolle behalten. Lieber jemanden für dumm verkaufen, als selbst dumm dazustehen.“

    „Unsinnige bzw. für mich nebensächliche Informationen, die scheinbar erleichternd sein sollen, das Produkt aber verschleiern, bieten keine gleichberechtigte Verhandlungsbasis. Ich finde, Marketing sollte sich in den Dienst stellen, den Menschen eine Verhandlungssituation zu erleichtern, um das vertrauenswürdige Geschäft zu fördern. Denn das bestimmt auch die Nachhaltigkeit der Kaufkraft, selbst wenn die Produktpalette sich auch mal ändern sollte.“

„Wer zuletzt lacht, ist auch lustig.“

Christian Drischler
  • Staatlich anerkannter Physiotherapeut
  • berufstätig seit 1997
  • Referent der Sportjugend Berlin

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